Geschichte des Unternehmens
Wenn Sie, lieber Besucher unserer Homepage, sich die Bilder und Informationen anschauen,
gewinnen Sie schnell einen Eindruck über die heutige Größe und Firmenphilosophie unseres
Unternehmens. Vielleicht kennen Sie ja sogar unser Blumenfachgeschäft und die Gärtnerei
schon "in der Realität". Kaum zu glauben, wie lange die Gärtnerei Hartmann schon
besteht und welche Veränderungen sie bis zur heutigen Größe heranwachsen ließen.
Die
Ursprünge des heutigen Betriebs reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Damals befand
sich die Gärtnerei in der Jakobervorstadt, einer Erweiterung des alten Stadtgebietes aus
dem Mittelalter. Innerhalb der alten Stadtmauer waren in der Nähe des Stadtgrabens eine
Reihe von Gartenbaubetrieben angesiedelt.
1908 hatte Karl Schäfer, der Großvater des heutigen Firmenchefs Karl Hartmann, die
Gärtnerei in der Jakobervorstadt von einem Onkel übernommen. Damals handelte es sich um
eine sogenannte Kunst- und Handeslgärtnerei. Zu dieser Zeit wurden bereits Gärten angelegt
und Friedhofsarbeiten durchgeführt. 1931 übernahm dessen Schwiegersohn Karl Hartmann sen.
(Vater des heutigen Inhabers) die Gärtnerei.
Nach
dem soliden Aufschwung in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kam die totale Zerstörung in
der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 1944. Sobald der Krieg beendet war, begann unter
äußerst schwierigen Umständen der Wiederaufbau am gleichen Ort. Doch bereits in den 50er
Jahren wurde erkannt, daß der Betrieb dort im Zuge der Stadtentwicklung langfristig keine
Bleibe haben konnte. So wurde das Grundstück erworben, auf dem sich die Gärtnerei Hartmann
heute befindet. Am 1. April 1955 begann in einem Holzpavillion der Verkauf am Westfriedhof.
Die nachfolgenden Jahre waren von der Planung eines Blumenfachgeschäftes und einer
Gärtnerei geprägt, deren Bau im Juli 1963 nach der Überwindung vieler Schwierigkeiten
begonnen werden konnte.
Zur
Weihnachtszeit im gleichen Jahr startete der Verkauf im Blumenfachgeschäft und die
Produktion in der Gärtnerei begann mit dem Kulturjahr 1964. Die ersten Gewächshäuser
hatten eine Fläche von 1100 m² Hochglas (zum Vergleich heute: 4000 m²). Im Laufe der
Jahrzehnte war das Unternehmen geprägt von stetiger Erweiterung und Modernisierung. Sowohl
die Gewächshausfläche als auch das Blumengeschäft sind im Vergleich zu damals nicht mehr
wiederzuerkennen. Seit 1985 leitet Herr Karl Hartmann gemeinsam mit seiner Ehefrau Marianne
die Geschicke des Unternehmens. Seit 1996 werden sie von ihrer Tochter Susanne Schneider
unterstützt, 1999 kam Tochter Gertrud Buck dazu. Gemeinsam lenkt das Familienteam mit
seinen Mitarbeitern die Gärtnerei Hartmann erfolgreich ins 21. Jahrhundert.
Den Wandel der Zeit unterstreicht deutlich folgende Tatsache: Vor dem 2. Weltkrieg und
bis zum Beginn der 60er Jahre waren in der Jakobervorstadt mindestens sieben Gärtnereien
angesiedelt. Von diesen Betrieben besteht dort heute kein einziger mehr. Die meisten
siedelten um, inzwischen haben viele Gärtnereibesitzer aufgrund der schwierigen
Marktsituation Produktion und Verkauf eingestellt, die Glashäuser abgerissen und das
Grundstück für andere Nutzungsbereiche zur Verfügung gestellt (verkauft oder verpachtet).
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