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Märchenhaft wie Aschenputtel
Dass die kleine braune Stengelknolle des Alpenveilchens (Cyclamen persicum) sich mitten in der Dunkelheit in die schönste blühende Topfpflanze verwandeln kann, ist ebenso wundervoll wie die Verwandlung Aschenputtels.
Wenn Sie das nächste Mal in die Nähe eines Alpenveilchens kommen, sollten Sie sich die Blüten näher anschauen, denn sie haben das, was Botaniker gedrehte Knospenlage nennen. Das sieht aus, als hätte sich die Blüte um ihre eigene Achse gedreht, was den schlanken Knospen ein elegantes Aussehen gibt. Wenn sie sich dann entfalten, erfolgt eine phantastische Verwandlung, indem die Kronlappen ganz zurückgeschlagen werden. Dann erinnern die Blüten an leichte Schmetterlinge, die über den dekorativen, herzförmigen Blättern flattern.
(Foto: FD)
Schon in der Antike fiel die Cyclame auf. Aber nicht durch ihr dekoratives Aussehen, sondern durch ihre heilenden Kräfte. Noch heute findet man den Wirkstoff Cyclamin in diversen homöopathischen Mittel. Cyclamin wird eine reinigende aber auch toxische Wirkung zugeschrieben.
Verschenkt man Cyclamen, bedeutet dies in der Sprache der Blumen “ehrliche Gefühle”.
Aus den Alpen ins Wohnzimmer
Wie der Name andeutet, stammt das Alpenveilchen aus dem östlichen Mittelmeergebiet und den westlichen Teilen Asiens. Die wilden Alpenveilchen sind klein. Dank intensiver Veredelung über mehr als hundert Jahre haben wir heute außer den großblütigen Alpenveilchen auch moderne Sorten mit mittelgroßen und ganz kleinen Blüten. Ein Teil der kleinblütigen Sorten hat sogar duftende Blüten. Alpenveilchen finden sich in Weiß und vielen Nuancen von Rosa bis Dunkelviolett. Bei den großblütigen gibt es mehrere interessante Sorten, z.B. ‘Rokoko’, die fransige Kronblätter hat, und ‘Harlekin’ mit gestreiften.
(Foto: FD)
Pflege
Wenn Sie ein Alpenveilchen mit Blüten und vielen Knospen kaufen und dies kühl und hell stellen, können Sie sich über lange Zeit daran erfreuen. Im Schlafzimmer, der Diele oder im Treppenhaus ist sie also sehr gut aufgehoben. Es ist wichtig, dass die Erde bei jedem Gießen gut durchnässt wird und danach etwas austrocknen kann. Da Alpenveilchen Knollenpflanzen sind, sollte man sie im Untersetzer gießen, damit die Knolle nicht faul wird. Steht ca. eine halbe Stunde nach dem Gießen noch Wasser im Untersetzer, sollte dies abgegossen werden. Es wird empfohlen, dem Gießwasser alle 2 Wochen Dünger in der Hälfte der normalen Menge beizugeben.
(Quelle: FD)


